Lehrgangsangebote

Ausbildung zum Nebenfahrzeugführer

Nebenfahrzeugführer steuern Eisenbahnfahrzeuge, die nicht dem Personen- oder Güterverkehr dienen, sondern für Wartungs- und Bauarbeiten eingesetzt werden. Nebenfahrzeuge sind Baufahrzeuge oder Zweiwegefahrzeuge, die einem Sonderzweck dienen. Darunter fallen Schienenfräsen, Schienenschleifmaschinen, Gleisumbauzüge, Turmtriebwagen, Zweiwegebagger, Stopfmaschinen, Arbeitsbühnen für den Oberleitungsbau u.v.m.

 

Voraussetzungen:

Mindestalter 20 Jahre

mindestens ein Schulabschluss im Sekundarbereich I (Hauptschulabschluss)

oder abgeschlossene Berufsausbildung

Körperliche Tauglichkeit und psychologische Eignung gemäß TfV, festgestellt von einem vom Eisenbahn-Bundesamt zugelassenen Arzt/Psychologen

Gute Kenntnisse der deutschen Sprache in Wort und Schrift

Zuverlässigkeit (Aktueller Auszug aus dem Verkehrszentralregister)

 

Inhalte und Ablauf der Ausbildung:

Allgemeine Fachkenntnisse
für den Erwerb des EU-Triebfahrzeugführerscheins gemäß Anlage 5 TfV

Arbeitsschutz und Unfallverhütung

Grundkenntnisse Eisenbahnbetrieb

Abschluss: schriftliche und mündliche Prüfung


Fahrzeug- und infrastrukturbezogene Fachkenntnisse
zum Erwerb der Zusatzbescheinigung für Nebenfahrzeugführer gemäß Anlage 6 und 7 TfV

Eisenbahnbetrieb Vertiefung

Bremsprobeberechtigung

Prüfer von Güterwagen im Eisenbahnbetrieb

Grundlagen Dieseltraktion (z.B. V60, Bamowag, Gaff, SKL)

Grundlagen PZB

Abschluss: schriftliche, mündliche oder praktische Prüfung


Praktische Ausbildung

auf Anfrage

Abschluss: fachpraktische Prüfung

 


Seminardauer:         4 Monate

Seminarorte:            Theorie - Bernau

                                   Praxis - bundesweit

Termin:                     auf Anfrage

 

Finanzierungsmöglichkeiten:

Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit / Jobcenter                                                 

Berufsförderungsdienst der Bundeswehr                                                  

Renteversicherung / Berufsgenossenschaft                                                  

Selbstzahler

                                           

Zur Aufrechterhaltung der Fahrberechtigung ist eine jährliche Weiterbildung (FIT/RFU) vorgeschrieben.

 

 

Info:

Die Ausbildung zum Triebfahrzeugführer gliedert sich nach der Triebfahrzeugführerscheinverordnung in zwei Bereiche:

 

1. allgemeine Fachkenntnisse für den Erwerb des Triebfahrzeugführerscheines
2. fahrzeugbezogene und infrastrukturbezogene Fachkenntnisse für den Erwerb der Zusatzbescheinigung

 

Nur beide Teile zusammen - der Triebfahrzeugführerschein und die Zusatzbescheinigung - ergeben die Fahrberechtigung für Lokomotiven auf öffentlicher Infrastruktur in Deutschland.